Die Hälfte ist geschafft. Wohin will ich?

Wahnsinn die Hälfte der 90 Tage sind schon geschafft. Heute ist Tag 52. Der Rhythmus der Tage, wann ich was essen darf, ist schon in meinen Alltag übergegangen und ich muss mir keinen großen Kopf mehr machen. Der Rhythmus ist ganz einfach: Proteintag –  Stärketag – Kohlenhydratetag und Obsttag. Die vier Tage wiederholen sich immer wieder. Am Ende eines Monats ist immer ein Wassertag (jeden 29. Tag) Den ersten Wassertag habe ich auch schon hinter mir. Fazit: Ich habe es geschafft! Ablenkung ist das Zaubermittel. Ich bin stolz auf mich und habe gelernt, auch das schaffe ich.

Was an so einer Ernährungsumstellung die Herausforderung ist?

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Ganz einfach. Seine eingefahrenen Gewohnheiten umzu- und teilweise abzustellen. Altes Verhalten nach und nach abstreifen. Es braucht einfach Zeit sich an das Neue zu gewöhnen. Fehler passieren. Auch mir. Aber gleich das Handtuch werfen? Ich übe mich in Geduld und vor allem Selbstvertrauen. „Ich schaffe das!“  Das Schöne an der Umstellung ist, ich mache sie nicht allein. Mein Mann ist mit dabei. Er ist ein Genussmensch und liebt das gute Essen. Sehr spannend für mich, dass er sich darauf eingelassen hat. Aber zusammen geht es doch einfacher. Wenn es erst einmal Klick gemacht hat, dann läuft es. Aber zwei Punkte sind wichtig:

  1. Ganz ohne ein Lieblingsessen geht es nicht! – Wir haben gemerkt wenn man sich zu sehr entsagt und verzichtet, wird man leicht ein Diätfrust-Opfer. Also planen wir am Kohlenhydratetag ganz bewusst unsere kleine „Sünde“ ein. Genießen sie bewusst und es macht länger Spaß und wir halten durch.
  2. Sei nicht so selbstkritisch mit Dir selbst! – Wenn man doch einmal etwas Falsches oder zuviel gegessen hat. Hey, es geht weiter! Deswegen lassen wir kein Essen aus oder verteufeln den Tag. Weiter machen und sich nicht betrafen, sondern lieber die kleinen Erfolge feiern.
(Punkt 1 und 2 als abgewandelter Auszug aus dem Buch: Die Nebenbei-Diät, Schlank werden für Zwischendurch von Stiftung Warentest)

Ein gutes Beispiel für eine Gewohnheit von uns: Kaffee! Mein Mann trinkt ihn gerne mit Milch und zwei, drei Löffel Zucker. Ich trinke ihn gerne mit Milch. Erlaubt ist Milch nur am Proteintag, Zucker gar nicht. Schluck! Also unser erster Kaffee: für ihn ohne Milch und Zucker und für mich ohne Milch und wie immer ohne Zucker. OMG – Ihr hättet unsere Gesichter sehen sollen. Aber nach dem zweiten Mal war es schon naja. Nach dem dritten Mal geht ja. Nach dem vierten Mal ok und jetzt mag ich ihn nur noch schwarz. Er freut sich weiterhin auf den Tag an dem wir Milch trinken dürfen. Sonst trinkt ihn er ihn auch schwarz aber eher selten. Aber er tut es.

Ihr seht man gewöhnt sich an alles. Und zusammen geht es viel leichter.

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Es gab auch schon Situationen bei uns an den ich mich strikt an einen (anderen) Diätplan gehalten habe. Morgens und abends nur einen Shake und mittags ein leichtes Essen. Diesen Plan habe ich mehr als ein Jahr durchgezogen. Verrückt oder? Und da saß abends mein Mann neben mir und hat sich beim Fernsehen lecker Essen „reingezogen“. Was für eine Gemeinheit! Jetzt ist es einfacher. Wir streiten sogar, wer zuerst auf das Trampolin darf. Wer länger durchhält und haben Spaß dabei uns gegenseitig zu foppen. Läuft würde ich sagen.

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Aber es gibt auch die Momente wo die blöde Waage nicht weiter „rutschen“ will. Und diesen Effekt hatte ich die letzten Wochen. Bei mir ging gar nichts. Doch aber in die falsche Richtung, 600 Gramm hoch und 100 runter. 500 hoch und 100 runter und so weiter. Meine Motivation war am Boden. Trotz Sport und der vielen lieben Worte von Euch als Motivation. Ich habe hier echt gelitten und gekämpft. Mein Körper hat sich in der Zeit schon verändert. Ich merke es an meiner Kleidung, aber man will es ja immer sofort und auf gleich. Und man will es wie bei Anderen. Am Wassertag war der erste Bilanztag. Mit Maßband ging es an den Speck. Ich war erstaunt, dass doch so viele cm verschwunden waren. Jetzt nicht darauf konzentrieren, was nicht ging sondern sich freuen was schon ging. Das ist der richtige Weg! Also ich freue mich jetzt mal!!!

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Da eine liebe Freundin auch gerade eine Umstellung in Punkto Ernährung durchmacht, und wie ich finde diese heftig ist, muss ich an dieser Stelle einmal vor ihr den Hut ziehen.  Wir haben uns bei unserem letzten Treffen ausgetauscht. Ein tolles Gespräch geführt und uns gegenseitig motiviert. Ein Schlüsselerlebnis, das bei mir hängen geblieben ist und, das mich in meiner Sache weiter gebracht hat ist: „Man muss akzeptieren, dass nicht jeder Mensch gleich ist. Manche sind nicht dafür veranlagt schlank zu sein. Und wir gehören eben dazu. Mega dünn werden wir nicht werden. Wenn man das erst einmal akzeptiert hat, dann läuft der Rest.  Du musst Dein Wohlfühlgewicht finden. Auch wenn es ein paar Kilogramm mehr sind als die Norm.“ Und genau so ist. Größe 36/38 wird wohl nicht meine Größe werden. Aber muss es auch nicht. Oder? Sondern ich muss mich wohlfühlen. Und vorallem muss ich mich mögen.

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Dazu gehört es sich gesund zu ernähren. Sport zu treiben und die kleinen Macken in meinem Körper wieder in den Einklang zu bringen. Und genau auf diesem Weg bin ich. Das es nicht einfach ist, das hat keiner gesagt. Und was ich ganz wichtig finde, es ist eine Umstellung fürs Leben und nicht für den Moment. Nach den 90 Tagen geht es weiter. Wir wollen nicht wieder in alte Muster verfallen.

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Oft bekomme ich Nachrichten mit Fragen: Wie lange ich mich noch quälen muss. Oder, dass das was ich mache ja kasteien sei. Ja – also „Quälerei“ ist das definitiv nicht. Ich esse sogar Kuchen und Schokolade, Nudeln und Reis, Fleisch, Ei, Eis, Vollkornbrötchen und Salzgebäck.  Aber eben nur an bestimmten Tagen.

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Mein Frühstück besteht aus Obst. Nur aus Obst. Zwischenmahlzeiten gibt es nur bei Bedarf bis mittags in Form von Obst oder eine Handvoll Nüssen.  Aber die Zwischenmahlzeiten brauche ich schon nicht mehr. Mittags gibt es ein ausgewogenes Essen mit viel Salat. Die Portionen waren mir sogar zu groß und ich habe sie nie geschafft. Abends gibt es oft das Gleiche wie mittags. Ist Zeit dann variiere ich. Wichtig ist nur, die Trennkost zu beachten. Abends kochen wir für den Tag vor.

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Und am Kohlenhydratetag gibt es abends Kuchen und Zartbitterschokolade. Oh wir lieben diesen Tag. Ihr glaubt es nicht. Aber bitte in Maßen nicht in Massen.  Am nächsten Tag geht der Zeiger der Waage sogar manchmal nach unten. Verrückt! Ich finde jeder muss für sich den richtigen Weg finden. Für mich ist es wohl dieser im Moment. Und nicht das Zählen von Punkten für Essen oder der Verzicht auf Weizenmehl.

Ein ganz wichtiger Punkt für uns war auch, dass wir keine Unmengen an Euros bezahlen müssen, z.B. für ein Programm. Oder zusätzliche Produkte für unsere Ernährung dazu kaufen müssen. Ebenfalls können wir „fast“ alle Lebensmittel essen und können normal einkaufen. Genauso wichtig war für uns ein Fitnessgerät zu finden, was wir alle drei nutzen können zu jeder Zeit. Ein Studiovertrag ist nichts für uns. Und hier ist das Trampolin genau richtig. Jumping!

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Aktuell läuft es für uns ganz gut. Frauen nehmen ja bekanntlich auch langsamer ab als Männer. Ich freue mich dennoch über meine -6,2 kg und bin mega stolz auf meinen Mann der bis jetzt schon -14,6 kg abgerockt hat.

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Ein wenig Geduld und Durchhaltevermögen brauche ich noch für mein Ziel. Dazu muss man sein Inneres finden und sich mögen. Ganz wichtig:

positives Denken

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Habe ich mein Ziel erreicht gibt es auch 2 Belohnungen für mich. Geht es über mein Ziel hinaus kommt noch eine on-top! Ich freue mich darauf schon riesig. Alleine deswegen muss und will ich es schaffen. Aber dazu später mehr. Wir fangen an kleine Seifenblasen zu pusten und diese mit kleinen Träumen zu befüllen. Richtig?

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Also aufgeben ist nicht! Weiter geht’s! Bis zum nächsten Post. Ein paar Bilder habe ich noch für Euch und ein tolles Buch was ich Euch gerne noch vorstellen möchte.

Die Bilder sind noch aus der Fotostrecke mit Benny. Benny Koch ist der Fotograf by LIGHTSTUDIO27 . Entstanden sind die Bilder im Juni am zweiten Tag der Ernährungsumstellung.

Eure

Katimakeit_Sig

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