Graffiti Party

Party zum 10. Geburtstag aber nicht irgendeine …

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Wahnsinn – wo ist bitte die Zeit hin? Das frage ich mich immer. Jetzt ist Leon schon 10. Ich muss mir das noch einmal ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen zeeeeeeeehn. Mein Leben mit Leon in den letzten zehn Jahren mit zehn Worten beschrieben: spannend – aufregend – turbulent – liebevoll – sorgenvoll – lustig – besonders – belebt – brillant – abenteuerlich. Kinder machen die Welt der Erwachsenen viel bunter und so sollte auch der Geburtstag werden. BUNT und COOL. Weil mit 10 MUSS es cool sein. Also habe ich mich bereits im November auf die Suche nach Ideen und Locations gemacht. Das Angebot war riesig. Jetzt hieß es filtern und eine Entscheidung fällen. Was wirklich nicht einfach war zwischen Tonstudio – Go-Kart fahren und Graffiti sprühen.

Entscheidung gefällt – es geht zum Graffiti sprühen nach Stuttgart in die heiligen Hallen der Hall of Fame.

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Am 10. Januar ging es endlich los. Mit der Stadtbahn fuhren wir nach Stuttgart. Voll gepackt waren unsere Taschen mit Lunch-Paketen, Süßigkeiten und großen Erwartungen. 9 Kinder und davon nur ein Mädchen. Mir war ganz mulmig – ob alles klappt?

Angekommen in der Hall of Fame wurden wir bereits von Patrick erwartet. Die Wand war geweißt und die Dosen mussten geschüttelt werden. Also: SHAKE IT BABY! 2 x 3 Minuten Dauerschütteln. Spätestens jetzt war jedem warm.

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Das Graffiti welches an die Wand gesprüht werden sollte, hatte Leon bereits vorbereitet und einige Tage vor dem Workshop hatten wir ein kurzes Kennenlernen mit Patrick.

Patrick sprühte die Grundform der Buchstaben und des Drachen vor und erklärte den Kids wie sie sprühen müssen, um ein super Ergebnis zu bekommen. Gar nicht so einfach. Zu nah dran – Farbe wird zu dick. Zu weit weg – Farbe zu dünn. Zu viel gesprüht – Farbe läuft runter. Jeder hat sein Bestes gegeben und ratzfatz waren die Buchstaben gefüllt. Kritisch wurde das Gesprayte von jeden Einzelnen angeschaut und verbessert.

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Buchstaben gefüllt? Drache ausgesprüht? Super – dann geht es an das Eingemachte. Quer Beet durften die Buchstaben verschönert werden. Es durften auch Hashtags sein.

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Zwischendurch wurde sich gestärkt an den Lunch-Bags welche ich vorbereit hatte. Tage vor dem Tag der Sprayer-Party habe ich mir den Kopf zerbrochen, was ich wohl zu Essen machen sollte. Muffins? Kuchen? Belegte Brötchen? Hotdogs? Puhh … Der Samstag rückte immer näher und der Druck in mir wuchs stetig. Jetzt beim Schreiben hier, erinnere mich an den tollen Post (Die Frau von Heute ) von Bine (waseigenes) und muss herzhaft lachen. Warum machen wir es uns immer so schwer. Kurz entschlossen … wir sind im Schwabenländle. Was essen alle Kinder hier gerne? Laugengebäck – richtig. Morgens früher aufgestanden und Laugengebäck gebacken. Laugenbrezeln – Laugenstangen und Laugenbrötchen. Mit Butter bestrichen und in Frühstückstüten verpackt die mit dem Namen versehen wurden. Aber nicht nur Laugengebäck war in der Tüte.

Aus Erfahrung ist ja immer kaum Zeit für Essen. Immer wieder musste noch was ergänzt oder verbessert werden am Graffiti. Oder einfach nur beobachtet werden, was die Anderen sprühen. Man zermartert sich immer den Kopf über das Essen – warum nur? Die Kids waren zufrieden.

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Zum Schluss wurden die Buchstaben noch schwarz umrandet und Patrick setzte die perfekten Highlights. Damit auch jeder weiß, wer hier tätig war, gab es von jedem Einzelnen noch die eigene persönliche Note im Form des eigenen Namens unter dem Grafitti. Auch hierfür gab es eine Anleitung von Patrick. Er hatte die Truppe super im Griff und alle Kids waren begeistert.

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Nach getaner Arbeit gab es noch ein Fotoshooting. Lachen – Sprühen – Grimassen schneiden – alles war erlaubt. WHAT A FUN!

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Wie die Zeit rennen kann bei schönen Dingen.

Gemütlich ging es mit Stadtbahn wieder nach Hause. Das Erlebte wurde während der Fahrt ausgetauscht und bis in Detail besprochen, Pläne für das nächste Event wurden geschmiedet. Verabredungen getroffen um neue Entwürfe zu zeichen. Und es wurde festgestellt, dass es eine Sprayer-Sprache gibt. Ja gibt es wirklich.

Ich möchte auch die Gelegenheit hier nutzen mich bei Patrick zu bedanken. Im Namen von Leon und den Kids. Danke Patrick – es war ein toller Mittag und hat riesig Spaß gemacht. Die Kids haben Blut geleckt. Den Ein oder Anderen wirst du bestimmt in einem Sommerworkshop wieder sehen. Die Pläne hierfür werden schon geschmiedet.

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Es war ein unvergesslicher 10. Geburtstag. Jetzt habe ich wieder ein paar Monate Pause bis zur nächsten Planung.

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