Kati unterwegs auf der Stilwild als Blogger – yeah!

Die ToDo-Liste ist vor Weihnachten meist lang und man schafft oft nicht alles. Die wichtigsten Dinge sind jedoch meist erledigt. Mein letzter Post zur Stilwild sollte schon vor Tagen online gehen. Jedoch hatte er mir Probleme bereitet. Irgendwie wollte er nicht online gehen. So nun am letzten Tag und mein fast letzer Punkt auf meiner Liste ist geschafft und mein Problemkind und Herzenprojekt geht online während die Gans schon im Ofen ist, die Geschenke verpackt sind, das Weihnachtsdress gerichtet ist. Der Baum ist geschmückt und steht leuchtend im Wohnzimmer. Ja und der Junior ist schon ganz aufgeregt vor lauter Aufregung.  Kann noch was schief gehen? Bestimmt aber das ist doch das Schöne an Weihnachten, wenn nicht alles perfekt ist. Oder? Ich liebe es!

Geschenkverpackungsidee Indianer von Lilli und Lotta 
Kette von Julia Kubitza Design
Weihnachtsbaumschmuck DIY Weihnachtskugel-BURNOUT was dagegen tun?

★★★ Ich wünsche Euch ein paar ruhige Tage mit Euren Lieben und ein besinnliches und friedvolles Weihnachtsfest.  ★★★

Heute kommt mein letzter Blog-Post zur Stilwild. Aber dafür hat dieser es in sich. Mit ganz vielen tollen Interviews von ganz vielen tollen Shops. Seid Ihr gespannt? Ich war es auch als ich die Antwort-Mails bekommen habe. So interessant zu lesen wie aus einer Idee ein Geschäft wird.

Gerne hätte ich noch mehr Zeit zum Schnattern auf der Stilwild gehabt. Aber mein DIY Stand brauchte mich. Das nächste Mal nehm ich mir die Zeit – unbedingt!

Beginnen möchte ich  mit  eisbörg einem tollem Modelabel aus Dresden. Jung – frisch und stylish!  Vor lauter Stress habe ich ganz vergessen von dem tollen Stand eisbörg, der sogar eine Umkleidekabine hatte, Fotos zu machen. Bitte verzeiht mir! Aber ich habe Euch den Link zu dem supercoolen Shop da gelassen. Schaut rein es lohnt sich.

Ich habe mir auch ein Teil gegönnt und zwar einen Loop. Der ist so toll! Genau meine Farben. Und die zwei Mädels haben mir vorab auch ein paar Fragen beantwortet. Achtung hier kommen Linda und Therése:

Kati: Ihr kommt aus Dresden. Wie kommt ihr auf die Stilwild in Tübingen?
Linda und Therése: Seit 2014 sind wir mit eisbörg sehr viel auf den unterschiedlichsten Designmärkten unterwegs. Linda recherchiert immer ganz fleißig, was wann und wo stattfindet und so kombinieren wir dann regionale und überregionale, kleine und größere, sowie neue und bekannte Veranstaltungen. Bei ihrer Recherche ist sie auch auf die Stilwild in Tübingen gestoßen. Zum ersten Mal waren wir dann im Frühling diesen Jahres dabei. Die Resonanz auf eisbörg war damals wirklich sehr gut, deswegen kommen wir diese Mal gerne wieder.

Kati: Was macht ihr beruflich? Nur eisbörg? Was habt ihr für erlernte Berufe?
Linda und Therése: Wir sind beide Modedesignerinnen. So haben wir uns tatsächlich auch kennengelernt – beim gemeinsamen Studium in der Fakultät für Angewandte Kunst Schneeberg,
welche zur FH Zwickau gehört. Am Ende unseres Studiums kam dann die Idee für ein gemeinsames Label und nach zahlreichen Existenzgründungskursen und einer Flut an Bürokratie ist dann eisbörg entstanden.

Kati: Ich mag euren Stil sehr gerne. Jung – frisch und stylish. Wie seid ihr darauf gekommen Mode zu machen?
Linda und Therése: Die Mode liegt uns ja quasi durch unser Studium im Blut. Wir schätzen außerdem
beide hochwertige Streetwear und mögen grafische, geometrische Linienführungen. Diese Vorlieben kombinieren wir bei eisbörg zu ungewöhnlichen Schnittmustern und setzen sie mit tollen, qualitätsvollen Stoffen um.

Kati: Was ist euer nächstes Projekt?
Linda und Therése: Wir sind gerade dabei unsere Produktion zum Teil auszulagern. Bis jetzt haben wir zu zweit alles komplett vom Entwurf über die Schnittkonstruktion und bis zur Fertigung selbst umgesetzt, aber inzwischen wird das immer schwerer zu schaffen. Damit wir in Zukunft wieder mehr Zeit in neue Designs und unser Marketing stecken können, sind wir gerade auf der Suche nach einem geeigneten Partner, am liebsten regional. Außerdem arbeiten wir stetig an neuen Kollektionsteilen. Ein erstes neues Teil ist schon auf der Stilwild dabei.

Kati:  Was möchtest ihr uns unbedingt sagen?
Linda und Therése: Ein Blick auf den eisbörg lohnt immer! Besucht uns mal und seid dabei wie unser
Label wächst und wir fremde Gewässer erobern!

Danke ihr beiden. Ich liebe meinen Loop und freue mich Euch entdeckt zu haben.

Eine ganz herzliche und liebe Person steckt hinter dem Label pippas welt. Mit viel Liebe zum Detail stellt Constance ihre Produkte her. Ganz hin und weg war ich von Ketten mit den Pupsteblumensamen. Hierzu habe ich die Entstehungsgeschichte für Euch. Also aufgepasst:


Kati:
Wie bist Du auf die Stilwild aufmerksam geworden?
Constance: Ich stelle schon seit 4 Jahren auf dem Regionalmarkt in Tübingen aus und dort haben mich Frau Rabe und ihre Kollegin schon bei der ersten Stilwild angesprochen, mitzumachen. Leider kollidierte es immer mit meinen anderen Marktterminen. Dieses Jahr habe ich die anderen Termine abgesagt und bin schon ganz gespannt auf die Stilwild.

Kati: Seit wann machst Du Schmuckdesign?
Constance: Angefangen habe ich nur mit genähten Kinderaccesoires, Krabbeldecken, Tücher, etc. auf dem Weihnachtsmarkt hier bei uns im Ort, das war 2009. Und sollte eigentlich nur ein Zeitvertreib in der Babypause sein…. 2010 kam eine Freundin mit einem neuen Schmuckstück zu Besuch – als sie mir den Preis genannt hat, bin ich fast vom Stuhl gefallen – Sie meinte damals, wenn ich ihr solch ein Schmuckstück (damals eine Brosche) machen würde, zu einem günstigeren Preis – wäre Sie meine erste Abnehmerin…..dazu kamen dann schnell Kolleginnen von ihr und so erweiterte ich das Sortiment stetig – heute ist der Schmuck der Hauptanteil bei Pippas Welt.Ich beliefere mittlerweile 6 Läden mit meinen Produkten und gehe auf Kunsthandwerkermärkte und Messen mit meinen selbstgemachten Stücken – und liebe es…. 

Kati: Woher holst Du Dir Deine Ideen / Inspirationen?

Constance: Mein Kopf ist irgendwie ständig voller Ideen – leider ist mein Tag zu kurz um alle umzusetzten…. Ich bin gerne und viel auf Pinterest, in Buchhandlungen, Blogs, und natürlich auf Messen und Märkten. 

Kati: Was ist Dein erlernter Beruf?

Constance: Innenarchitektin.

Kati: Sind das echte Pusteblumen in dem Glas?
Constance: Ja – höchstpersönlich ausgesucht und gesammelt…. eine ähnliche Kette ist auch die kleine Gärtnerin (mit getrockneten Blüten – auch sehr beliebt… und schön….. Zur Weihnachtszeit gibt es auch die Schutzengelkette – da ist dann eine Feder im Glas.

Kati: Was möchtest Du uns unbedingt sagen?
Constance: Alle meine Artikel sind mit viel Liebe gemacht und ich freue mich, wenn ihr mich bei der Stilwild oder in meinem Shop bei DaWanda – oder bei Facebook besucht!!! Besonders schön finde ich das persönliche Feedback meiner Kunden am Stand  – da bekomme ich immer wieder Gänsehaut, wenn jemand schon Kundin ist und wiederkommt…..oder nach einem Kauf ganz glücklich von Dannen zieht. Manchmal kommen auch Männer heimlich zurück an meinem Stand –  um für Ihre Liebste ein schönes Stück zu erwerben – das finde ich besonders goldig…..und entzückt mich immer wieder auf’s Neue!!

Danke liebe Constance, dass ich Dich kennenlernen durfte. Und mein absolutes Lieblingsteil an Deinem zauberhaften Stand war der Hase. Der findet bestimmt noch den Weg zu mir.

Ich hätte mich an den wundervollen Ständen verlieren und immer sagen können: „Einmal alles bitte.“ Ebenso bei Stephanie von Västra-Designs. Holzbrettchen die die Küche rocken. Ich brauche auch unbedingt die Ananas. Ob der Weihnachtsmann mir eine bringt? Bestimmt!

Kati: Wie bist Du auf die Stilwild aufmerksam geworden?
Stephanie: Über Freunde die in Tübingen und Umgebung leben und natürlich wegen meiner lieben Freundin Corinna Rabe die solche tollen Events auf die Beine stellt.

Kati: Wie kommt man auf die Idee so coole Schneidbretter zu machen?
Stephanie: Da ich leidenschaftlich gern Backe und Koche und auch immer ein Auge für außergewöhnliche Einrichtungsgegenstände hatte, hatte ich eines Tages die Idee meine langweiligen Standard-Schneidebretter ein bisschen aufzupeppen und den Brettchen ein neues Gesicht zu geben.

Kati: Was ist Dein Lieblingsmotiv?
Stephanie: Ich persönlich könnte mich nur schwer entscheiden zwischen Ananas  und Foto-Cam. Oder doch lieber Melone?  Ach, eigentlich sind sie alle toll aber der mexikanische Totenkopf ist mein persönlicher Liebling!

Kati: Was war das erste Motiv was produziert wurde?
Stephanie: Die Ananas, Melone und die Eistüte waren von Anfang an dabei!

Kati: Sind neue Motive geplant?
Stephanie: Wir sind ständig auf der Suche nach neuen passenden Motiven und wechseln auch alle paar Monate die Motive. Es ist immer sehr spannend zu sehen wenn die neuen Motive von unseren Kunden begeistert angenommen werden.

Kati: Was möchtest Du uns unbedingt sagen?
Stephanie: Ich freue mich riesig bei der Stilwild dabei zu sein und freue mich auf 2 super Verkaufstage mit guter Stimmung!

Die Brettchen werden aus Buchenleimholz gefertigt und mit einem pflanzlichen Naturöl eingelassen. Oh ja die sind schon megacool – oder?

Wenn wir schon bei megacool sind dann machen wir gleich bei Tamara weiter von Paperflap.

 

Kati: Wie bist Du auf die Stilwild aufmerksam geworden? 
Tamara: Meine Eltern leben in der Nähe von Tübingen und ich war schon mehrmals auf Veranstaltungen im Schlachthofareal. Als ich dann im Internet von der Stilwild gelesen habe, war ich sofort begeistert: Das Konzept, die Aussteller und die Location sind einfach cool und zeitgemäß. Auch wenn es mit einer Teilnahme nicht geklappt hätte, wäre ich auf jeden Fall vorbeigekommen.

Kati: Dein DaWanda-Shop ist seit Juli 2015 aktiv. Also ganz frisch. Gibt es die Idee auch erst seit dem?
Tamara: Die Idee mit den Papierobjekten gibt es natürlich schon länger als meine Shops. Allerdings habe ich sowas zunächst nur für mich selbst und als Geschenk für Freunde entworfen und hergestellt. Da ich aus dem Freundes-/Bekanntenkreis viele positive Rückmeldungen bekommen habe, entschloss ich mich, dass ganze einfach mal online zu stellen.

Kati: Die Motive sind ja der Oberknaller. Wie kommt man auf so eine Idee?
Tamara: Ach, ich mache mir ehrlich gesagt gar nicht so viele Gedanken über meine Motive. Ich versuche einfach, die Sachen umzusetzen, die mir selber gut gefallen und mich interessieren. Und ich mag es nun mal tierisch, geometrisch und möglichst bunt.

Kati: Was ist Dein erlernter Beruf?
Tamara: Nach einer Ausbildung bei einem großen IT-Unternehmen habe ich Mathematik und Bildende Kunst studiert (wahrscheinlich erkennt man das auch an meinen Motiven ;-)). Nebenbei bin ich noch als Lehrerin unterwegs.

Kati: Hast Du ein Lieblingstier in Deinem Shop? Warum dieses?
Tamara: Das ist nicht so schwer zu beantworten: Der große Elefant. Elefanten sind meine absoluten Lieblingstiere und er war daher auch das Tier, welches ich als erstes entwickelt habe.

Kati: Was möchtest Du uns unbedingt sagen?
Tamara: DO IT YOURSELF – Keiner macht es besser!!!

Na begeistert? Ich total. Was man nicht alles machen kann? Der Hirsch ist ja mein Liebling. Und was mögt Ihr am liebsten?

Nun – drei ganz tolle Shops habe ich noch in Petto.  Zwei beschäftigen sich mit dem Thema Upcycling. Als erstes möchte ich Euch Lisa vorstellen mit Ihrem Label Morendo-Memoria . Also hier kommt Lisa für Euch.

Kati: Upcycling ist ein Mega-cooles-Thema und sehr im Trend. Wie bist Du darauf gekommen?
Lisa: Bei mir hat die Leidenschaft fürs Upcycling 2010 bei einem Kurztrip nach Berlin angefangen. Bei einem Spaziergang war mir vor dem Eingang  einer sehr alten Szenekneipe der Boden aufgefallen, der auffällig bunt   war. Beim hinsehen stellte ich fest das dort wie ein Teppich tausende   von Kronkorken über die Jahre in den Asphalt eingetreten worden waren.  Das es so viele verschiedene und auch sehr hübsche Kronkorken gibt, war mir vorher nie aufgefallen. Ich hob zwei noch ganz frische  Kronkorken auf – ohne wirklich zu wissen warum. Nach meiner Rückkehr  machte ich mir daraus ein paar Ohrringe und wurde prompt von Freunden und Bekannten angesprochen die auch welche wollten. So fing alles an und seitdem sind viele weitere Materialien dazu gekommen die ich verarbeite. Kronkorken sind da inzwischen nur noch der kleinste Teil  als Erinnerung wie alles begann. Was für mich als Hobby begann machte ich 2012 zum Beruf und schnell   fiel mir beim Besuch zahlreicher Messen & Märkte auf das man als „Upcycler“ immer recht alleine vertreten war. So entstand die Idee in meiner Wahlheimat Freiburg (The Green City) eine Messe nur zum   Thema Upcycling zu machen. Die Messe Freiburg wurde auf mein Konzept   aufmerksam und so kam es im September 2013 zur 1. FREI-CYCLE Designmesse für Recycling & Upcycling. Seit Anfang 2015 arbeite ich nun als feste Mitarbeiterin bei der Messe Freiburg und bin da allein für die Upcycling-Messe verantwortlich, welche 2016 noch größer und unter neuem Namen stattfinden wird. Für mich dreht sich beruflich also alles um das Thema Upcycling.

Kati: Woher holst Du Dir Deine Ideen / Inspirationen?  
Lisa: Meist kommen die Ideen von selbst, oder sie entstehen durch Anregungen   von Freunden oder durch Kundenwünsche. Eine Bekannte wollte z.B. vor 2 Jahren gerne Ohrschmuck im Weihnachtslook – für mich eine Herausforderung, da ich kein großer Fan von Weihnachtskitsch bin. Es musste also etwas hübsches, weihnachtliches werden wohinter ich stehen konnte. Kurzerhand verwendete ich eine zerkratzte Schallplatte welche   ich zu Deko-Zwecken aufgehoben hatte und fräste daraus sternförmige, schwarze Ohrhänger. Der Schmuck kam an und mich hatte das Vinyl-Fieber gepackt. Inzwischen beinhaltet ein großer Teil meines Sortiments alte Vinyl-Platten in Form von Schmuck, Notizbüchern, Taschen …“

Kati: Was ist Dein erlernter Beruf?
Lisa: Ich habe während ich in Elternzeit mit meinem zweiten Sohn war und auf  meinen Studienplatz gewartet habe mein Hobby zum Beruf gemacht und mir  alles im Laufe der Zeit selbst beigebracht.

Kati: Woher bekommst Du die Materialien?  Was möchtest ihr uns unbedingt sagen?
Lisa: Meine Materialen haben verschiedenen Ursprung. Die Schläuche kommen
aus zahlreichen Fahrradwerkstätten, die Vinyl-Schallplatten sind ausrangierte Platten von Platten-Händlern, Kronkorken und  Nespresso-Kapseln werden von Freunden, Bekannten, Kunden & teilweise auch völlig Fremden gesammelt und zugeschickt, bzw. vorbeigebracht. Wenn also mal wieder Kaffeepulver aus einem Päckchen rieselt weiß der Postbote schon bei wem er klingeln muss.

Echt toll! Gell?! Die Stilwild hat eine Menge tolle Aussteller. Über 100 Designer aus ganz Deutschland waren in den zwei Tagen in Tübingen und über 5000 Besucher shoppten in chilliger Atmosphäre ihre Unikate für den Weihnachtsmann. Wahnsinn!Das eine oder andere Bild von Katrin vom Label Madeinosnabrueck wird sich unter dem Weihnachtsbaum wiederfinden. Upcycling mit dem schwarzen Band – das man Kassetten nennt. Mein Kind kennt Kassetten gar nicht mehr.

Kati: Was für eine fantastische Idee. Besteht das gesamte Bild aus dem Tonband?
Katrin: Ja, im Grunde genommen besteht tatsächlich das gesamte Bild aus Tonband, natürlich vermischt mit Kleber, da Tonband von alleine nicht klebt. Ich klebe Streifen für Streifen die einzelnen Bänder auf eine glatte Oberfläche ,bis das komplette Bild entsteht. Am Anfang  habe ich keinen Abstand zwischen den Bändern gelassen, und da haben die Leute es gar nicht verstanden, dass es Tonband war, sie dachten, es wäre nur eine Folie, deswegen lasse ich jetzt immer 1 mm zwischen den Bändern, damit man auch erkennt, was das eigentlich ist.

Kati: Wie kommt man auf so etwas?

Katrin: Diese Frage höre ich so oft. Sie ist ziemlich schwierig. Wie bekommt man Ideen? Wie kommt man zu neuen Einfällen? Irgendwie sind sie plötzlich da. Man hat eine Idee, man probiert rum, man scheitert, man macht weiter. Oft ist die Umsetzung schwieriger, als die eigentliche Idee, oft ist das ‚WIE?‘ Schwieriger, als die Idee zuhaben. Ich antworte aber meistens: „Ich kann nichts anderes!“

Kati: Wie viele Kassetten hast Du zur Zeit zu Hause?

Katrin: Oh, sehr viele! Wir haben einen Dachboden und da stehen sehr viele Kisten mit alten Mixtapes!

Kati: Gehst du auf dem Flohmarkt Schätze suchen (Kassetten)?
Katrin: Ich liebe Flohmärkte , aber ich besuche sie nur in meiner Freizeit und kaufe für mich privat. Zum Glück habe ich viele nette Kunden, die mir ihre alten Kassettensammlungen hinterlassen, so brauche ich nicht zu suchen, sondern kommen die Kassetten zu mir. Da bin ich auch wirklich dankbar.

Kati: Du fertigst noch andere tolle Sachen. Skateboardgarderobe, Magnete, …. was ist Dein Herzensprojekt / Lieblingsprojekt?
Katrin: Ja, neben den Tapeart Bildern fertige ich auch andere Recycling-Sachen an , aber ich muss gestehen, dass das Tapeart mein Liebling ist. Im Grunde genommen ist die Technik immer wieder die selbe, aber ich kann so ziemlich alles tapen, was man sich vorstellen kann. Ich bekomme oft Aufträge und stelle personalisierte Tapeartbilder her.

Kati: Wann ist die Idee geboren – Wo?

Katrin:  Madeinosnabrueck gibt es seit Ende 2008. Am Anfang war es der Name des Ladens, den ich mit meinem Freund betrieb. Wir verkauften unsere eigenen Sachen und die, von befreundeten Künstlern und Designern. Madeinosnabrueck, halt. Mit den Jahren entwickelte sich das eigene Label immer mehr, der Laden ging, der Name blieb. So heißt das Label Madeinosnabrueck.

Kati: Was ist Dein nächstes Projekt?

Katrin: Mein nächstes Projekt? Weihnachten überleben. Das ist die Zeit, wo ich wirklich rund um die Uhr arbeite und mein Studio kaum verlasse. Danach entspannen und die Seele baumeln lassen und die Ideen kommen.

Kati: Was möchtest ihr uns unbedingt sagen?
Katrin: Seid nett zu euch, zur euren Mitmenschen und zu unserer Umwelt. Versucht mehr Nachhaltigkeit in euren Alltag einzubinden. Seid besonders, kauft lokal und kauft natürlich mehr Kunst,  das macht sehr glücklich! Sehr sehr cool! Übrigens hängen die Unikate von Katrin auch in Frankfurt im Qverfield aus.

Und nun sind wir auch schon beim letzten Stand angekommen. Die liebe Anita von Dekoraterie ist so zauberhaft, dass ich das Wort gleich an sie übergeben möchte.

Kati: Du arbeitest mit Holz und Kreidefarbe. Ich mag diese zwei Elemente auch total gerne. Was sind Deine Lieblingsprojekte. Stell sie doch bitte kurz vor!
Anita: Das Schöne bei mir ist, dass ich ganz viele unterschiedliche Dinge machen darf. Und jeden einzelnen Schritt mag ich sehr. Angefangen vom Grafik Design für Einladungskarten, über das Designen von verschiedenen Elementen und schließlich das kreative Arbeiten mit Holz und Papier. Das i-Tüpfelchen ist dann die Dekoration der Elemente mit Blumen. Da ich Blumen schon immer über alles geliebt habe, habe ich überhaupt angefangen, Elemente für Blumen zu entwickeln. Diese Elemente dann zu bestücken und dadurch den Blumen einen tollen Auftritt zu ermöglichen, finde ich einfach nur schön. Die Abwechslung und die Vielfalt mag ich sehr.

Kati: Woher holst Du Dir Deine Ideen / Inspirationen?
Anita: Zum einen bin ich mit unserer Hündin viel in der Natur unterwegs und beim Spaziergang kommen mir oft die besten Ideen. Außerdem reise ich auch gerne, vor allem die Provence hat es mir in den letzten Jahren angetan. Die Märkte, die kleinen alten Dörfer, die Künstler dort inspirieren mich sehr. Außerdem entstehen durch Gespräche mit Kunden sehr oft neue Ansätze und Ideen.

Kati: Wie bist Du auf die Idee gekommen Dich selbstständig zu machen?
Anita: Ich hatte 2010/2011 beruflich schwierige Jahre und habe mich an meiner Arbeitsstelle nicht sehr wohl gefühlt. Damals habe ich in meiner Freizeit schon viel mit Holz gearbeitet und gebastelt. Freunde und vor allem mein Mann ermutigten mich, meine Sachen auf einem Kunsthandwerkermarkt anzubieten. Also bewarb ich mich. Als ich die Zusage erhielt, entwickelte ich viele Elemente, die heute noch in meinem Sortiment zu finden sind. Der Markt war ein riesiger Erfolg. Das war im August 2011. Gleichzeitig habe ich mein Kleinunternehmen angemeldet. Allerdings habe ich mein Angestellten-Verhältnis bis heute noch nicht ganz aufgegeben. Anfangs war ich dann auf vielen Kunsthandwerker- und Gartenmärkten unterwegs. Und die Resonanz war überwältigend. Über die Jahre wurde die Tischdekoration mit selbst-designten Elementen zu meiner Passion. Ich hatte von Anfang an meine Tischkärtchen im Sortiment. Allerdings nur im Verkauf. Eine ältere Dame sprach mich dann auf einem Markt an und meinte, dass Sie demnächst einen runden Geburtstag feiern wird und 50 Gäste erwartet. Wenn Sie nun aber alle Tischkärtchen kaufen müsste, wäre dies sehr teuer. Da kam mir ganz spontan die Idee, Ihr die Tischkärtchen für das Fest zu vermieten. Und somit war der Grundstein für meinen Verleih gelegt. Dann wurde ein Hochzeitsmagazin auf mich aufmerksam und berichtete mehrere Male über mich. Der nächste Schritt war die Anmeldung zu einer großen Hochzeitsmesse, die ebenso ein weiterer wichtiger Meilenstein für mich wurde.

Kati: Tischdeko und Verleih gibt es bei Dir auch. Was erwartet mich bei Dir?
Anita: Der Tischdeko-Verleih ist inzwischen – neben den Einladungskarten – mein Hauptaugenmerk. Man kann verschiedene Elemente, angefangen von Tischkärtchen über größere Elemente für den Tisch bei mir ausleihen. Das Tolle an den Elementen ist, dass nahezu alle personalisierbar sind. Das heißt, dass man bei den Tischkärtchen z.B. einen Papierstreifen mit den Namen der Gäste einziehen kann. An vielen großen Elementen lassen sich z.B. die Menü- und Getränkekarten anbringen. Und die meisten Elemente haben ein Röhrchen oder eine Vase im Inneren, so dass die Elemente mit Blumen bestückt werden können. Somit sind die Elemente multifunktional.

Kati: Was ist Dein nächstes Projekt?
Anita: Wie vorhin schon erwähnt, macht es mir auch großen Spaß die Elemente mit Blumen zu bestücken. Da ich ja noch einen Angestellten-Job habe, fehlt mir allerdings meist die Zeit, diesen Service meinen Kunden auch anzubieten. Aber ich möchte nächstes Jahr doch die eine oder andere Hochzeit mit Blumen ausstatten. Darauf freue ich mich schon jetzt.


Kati: Was möchtest Du uns unbedingt sagen?
Anita: Sollte jemand mit dem Gedanken spielen, sich selbständig zu machen (evtl. so wie ich nur im Nebenerwerb), kann ich ihn nur dazu ermutigen. Es gibt nichts Schöneres, als das was man mit Liebe und Leidenschaft macht, auszuüben und anderen damit eine Freude zu machen. Für mich ist es immer wieder ein Geschenk, in die leuchtenden Augen meiner Kunden zu schauen, wenn Sie meine Elemente sehen. Also nur Mut. Der 1. Schritt ist der Schwerste, danach läuft es von ganz alleine. Als ich damals mit meinem 1. Markt begann, habe ich nicht geahnt, in welche Richtung es gehen könnte. Wenn man aber offen für Neues ist, wird man überrascht sein, was alles passieren kann.

Na was sagt Ihr? Klasse oder? So viel Liebe zum Detail.

Es lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch auf der Stilwild. Den Termin für das Frühjahr könnt Ihr Euch schon mal dick im Kalender eintragen.

Stilwild 07.Mai – 08.Mai 2016 in Tübingen

Ich freue mich schon riesig und werde auch wieder dabei sein.  Danke nochmal an alle, die sich meinen Fragen gestellt haben. Und nicht vergessen!

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Euch für das treue Lesen meiner drei langen Blog-Posts zur Stilwild! DANKE! Und freue mich über so eine große Leserschaft. Oh wie toll! Vielleicht darf ich Euch ja nächstes Jahr in Tübingen begrüßen!?

Die Labels meiner ausgewählten Designer im Überblick:

 

 

 

 

 

Kooperation mit Stilwild vielen Dank!